Liniengespinste

Dorothea Aschoff: Liniengespinsten linien

 

„Wie können aus schwarzen Linien, Kohlezeichnungen, Räume entstehen? Wie kann aus Zweidimensionalem (»Liniengespinsten«) Dreidimensionales entstehen?  Dorothée Aschoff, die immer zugleich als Malerin und Bildhauerin arbeitet, überschreitet in ihren Arbeiten Grenzen: Ihre Bilder kommen stets auch wie eine Skulptur daher. Mehr noch: Dorothée Aschoffs Arbeiten bergen ein Geheimnis, das der Betrachter lüften muss. Die Ansicht des Bildes verändert sich, je nachdem, ob man sich dem Blatt nähert oder von ihm entfernt. Die Perspektive wandert mit: Man bewegt sich und im Bild wandeln sich die Abstände und Winkel. Aus der starren Zeichnung werden bewegte Bilder; der Betrachter beendet sich plötzlich in einer »Geschichte«, dessen »Handlung« er selbst – ein Stück weit – bestimmt. Halten wir vorerst fest: Beim Betrachten von Dorothée Aschoffs Bildern kommt der Betrachter selbst in Bewegung. Aus der »contemplatio« wird die »ambulatio«: Der Betrachter durchmisst selbst einen Raum und erlebt dabei das Werk im Raum. Die starre Entgegensetzung zwischen Betrachter (Rezipient) und Werk (Produkt) löst sich auf: Es entsteht eine Beziehung in Bewegung, eine Art »performance«, die der Betrachter selbst »triggert«.                                                                
 
Dr. Rainer Hank
Wirtschaft – und – Finanzredaktionsleiter der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
aus: Dorothee Aschoff  geschichtet 
modoverlag 
ISBN 978-3-86833-202-5

Viel Freude mit dieser Ausstellung!
Dorothée Aschoff

 

Homepage von Dorothée Aschoff

Liniengespinste